17.11.2011 Kreistagsfraktion: Grüne fordern Aufenthaltsrecht für Familie Sardi

Grüne fordern dringend ein sicheres Aufenthaltsrecht für Dransfelder Familie Sardi

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN fordert, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um der gut integrierten Familie Sardi endlich, nach 19 Jahren in der Bundesrepublik, einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu gewähren. Das niedersächsische Innenministerium wird aufgefordert, sich nicht weiter gegen ein gesichertes Aufenthaltsrecht zu sperren.

Der Sohn Abdelkader war mehrere Jahre beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreises Göttingen und bereits am 20. April 2006 erhielt er durch den damaligen Landrat Schermann (CDU) eine Dankesurkunde des Landkreises Göttingen feierlich überreicht. In dieser Urkunde wurde ihm „ in Anerkennung des bemerkenswerten Engagements und vorbildlichen Verhaltens für den Dienst am Nächsten und das Gemeinwohl … im Namen des Landkreises … besonderen Dank“ ausgesprochen. Die Tochter Fatima hat seit Sommer 2010 Fachabitur, erworben an der Berufsbildenden Schule III in Göttingen, kann aber wegen verweigerter Arbeitserlaubnis weder ein Freiwilliges Soziales Jahr antreten oder studieren.

Im Verfahren wegen angeblich nicht ausreichender Bemühungen der Familie Sardi sich Passersatzpapiere zu beschaffen, dass vor dem Amtsgericht Hann. Münden mit einem Freispruch endete, stellte der Staatsanwalt den Antrag auf Freispruch unter anderem mit der Begründung, dass sich die Sardis in zumutbarem Maße um die Feststellung ihrer Identität bemüht hätten.

„Auch hier müssen, wie in anderen Fällen, in denen Gerichte die Unzumutbarkeit der Passbeschaffung festgestellt haben, durch deutsche Behörden Passersatzpapiere ausgestellt werden. Damit wäre auch bei Familie Sardi das letzte Integrationshindernis beseitigt“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der grünen Kreistagsfraktion, Ute Haferburg.



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