
23.11.16 –
Zu der Veranstaltung "Tierquälerei in deutschen Ställen? Wie gehen wir mit Tieren um?" am Montag abend im Jungen Theater hatten wir Hilal Sezgin, eine bekannte Schriftstellerin und Tierethikerin, eingeladen, die für Tierrechte und eine vegane Lebensweise eintritt. Mit auf dem Podium waren der niedersächsische Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Janßen, Sprecher für Agrarpolitik, und Eberhard Prunzel-Ulrich, Bioland-Bauer auf dem Käsehof Landolfshausen.
Es war eine unterhaltsame Diskussion für das überwiegend junge Publikum.
Schon zu Beginn wurde deutlich, dass Hilal Sezgin keine halben Sachen macht. Bio-Fleisch sei nur weniger schlecht als aus konventioneller Produktion, daher halte sie nichts von vorsichtigen Annäherungsstrategien an Fleischesser. Entweder man betrachte Tiere als Nutztiere oder eben nicht; weniger Fleisch zu essen sei da inkonsequent.
Hans-Joachim Janßen sprach sich gegen gesetzliche Regelungen zugunsten einer bestimmten Ernährungsweise aus, allerdings ließen sich durchaus politische Akzente durch Besteuerungen und Subventionen setzen.
Eberhard Prunzel-Ulrich verteidigte die Tierhaltung nach Biolandkriterien auf seinem Hof v.a. mit dem ökologischen Argument, ohne Tierhaltung sei Landwirtschaft nicht denkbar. Das für ihn drängendste Problem sei eher die ungebremste Großindustrie, die mit dem Bau immer größerer Ställe derzeit eine ganz neue Dimension annähme. Diese Entwicklung aufzuhalten sei ihm wichtiger als eine moralisierende Diskussion über Tierrechte.
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