

11.03.26 –
Die Grüne Fraktion im Rat der Stadt fordert einen weitsichtigen Umgang mit städtischen Flächen. In einem Antrag für den Rat am 12. März wird die Stadt aufgefordert, künftig strategisch Flächen anzukaufen und vorzuhalten, damit Flächen für Wohnungsbau, Gewerbe, Naturschutz und Infrastruktur langfristig gesichert werden können. Der Vorstoß soll die langfristige Stadtentwicklung stärken und Chancen für den städtischen Haushalt schaffen.
Eine Strategie soll festlegen, nach welchen Kriterien Flächen angekauft, entwickelt und vergeben werden.
„Grund und Boden sind eine knappe Ressource. Wenn die Stadt frühzeitig Flächen sichert, behält sie Gestaltungsspielraum für die Entwicklung Göttingens“, sagt Julian Schlumberger, Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen und Mitglied des Bauausschuss.
Außerdem soll geprüft werden, welche finanziellen Auswirkungen und Chancen sich für den städtischen Haushalt ergeben. Eine strategische Bodenbevorratung kann auch finanziell sinnvoll sein: Wenn Städte früh Flächen sichern und später entwickeln, entstehen Werte für den städtischen Haushalt statt für private Spekulation.
Ein weiterer Schwerpunkt der Strategie soll die Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen sein. Die Grünen schlagen eine gemeinsame Diskussion der Räte von Rosdorf, Bovenden und Göttingen vor, um Möglichkeiten gemeinsamer Flächenentwicklung auszuloten.
„Stadtentwicklung endet nicht an der Stadtgrenze. Wenn wir strategische Ziele gemeinsam mit den Nachbarkommunen verfolgen, können wir Potenziale besser nutzen und Konflikte vermeiden“, sagt Rolf Becker, ebenso Mitglied der Grünen im Bauausschuss.
Als Positivbeispiel gilt die Stadt Ulm. Dort wird seit Jahren eine strategische Bodenbevorratung betrieben und erfolgreich für Stadtentwicklung und Haushaltsstabilität genutzt.
Auch Göttingen soll langfristig handlungsfähig bleiben und wichtige Flächen für öffentliche Ziele sichern.
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