

16.04.25 –
Die aktuellen Wetterdaten sprechen eine eindeutige Sprache: Die Klimakrise ist in Göttingen Realität. Der März 2025 war laut Deutschem Wetterdienst der trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, europaweit der wärmste jemals gemessene März, global lagen die Temperaturen 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Die Prognosen deuten bereits auf einen weiteren Hitzesommer hin. Und: In Göttingen zeigen die Böden bereits jetzt Anzeichen von Trockenstress.
„Wenn nicht bald deutlich mehr Niederschlag fällt, steuern wir direkt auf eine Sommertrockenheit zu“, warnt Onyeka Oshionwu, Bürgermeisterin der GRÜNEN Ratsfraktion. „Was wir gerade erleben, ist ein weiteres Warnsignal – mit Auswirkungen auf unsere Wälder, unsere Gärten, unsere Gesundheit und die Landwirtschaft.“
Schon mit dem Stadtwasserhitzeplan habe die Stadt wichtige Weichen gestellt. Doch das reiche längst nicht aus, so Oshionwu: „Wir müssen das Klimaanpassungskonzept schnell und entschlossen vorantreiben – und parallel auch den Klimaschutz selbst deutlich stärker priorisieren.“ Dabei sei es besonders bitter, dass ausgerechnet jetzt durch die Kürzungen des Haushaltsbündnisses beim Budget und den Stellenabbau im Referat für Nachhaltige Stadtentwicklung die dringend notwendige Umsetzung weiter verschleppt werde. „So verspielen wir wertvolle Zeit, die wir angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise nicht haben.“
Denn: Göttingen ist weit davon entfernt, seine selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen. Der aktuelle Klimabericht der Stadt offenbart massive Defizite in nahezu allen Bereichen – und auch der Klimabeirat schlägt Alarm. „Wenn wir beim derzeitigen Tempo weitermachen, erreichen wir die Klimaneutralität nicht 2030, sondern eher nach 2040“, fasst Heike Hauk, Vorsitzende des Umweltausschusses, zusammen. „Nur 10 Prozent der Dächer in Göttingen sind mit Photovoltaik ausgestattet. Die Verkehrswende tritt auf der Stelle. Und das, obwohl gerade die kommunale Ebene hier viel bewegen kann.“
Die grüne Ratsfraktion fordert daher:
„Wir erleben gerade die Anfänge einer strukturellen Krise“, so Hauk weiter. „Und strukturelle Krisen brauchen strukturelle Antworten. Das heißt für uns: ein radikales Umdenken – von der Wurzel her gedacht. Wir können nicht länger warten, sondern müssen jetzt alles dafür tun, dass Göttingen lebenswert bleibt – auch bei den kommenden 2 und mehr Grad Erwärmung.“
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