Platz 1: Leonie Engelbert

Geburtsjahr: 1990
Beruf: Einrichtungsleitung einer Unterkunft für Geflüchtete

Was war dein GRÜNER Moment? Wann und warum hast du entschieden, politisch aktiv zu werden?

Beitritt 2016 nach vielen Überlegungen in welcher Partei ich mich am besten aufgehoben fühle.
Wann genau kann ich gar nicht sagen, aber ich wollte (und will) nicht nur "zugucken" sondern eben mit gestalten statt nur zu meckern.


Deine drei Herzensthemen:

  • (soziale) Gerechtigkeit und alles was dazu gehört
  • Menschenrechte/Internationales
  • Wasser

Göttingen in 5 Jahren: Was haben wir gemeinsam erreicht?

Göttingen und alle wichtigen Infrastrukturen der Stadt zu einer Blue Community gemacht; (noch) ein bisschen mehr Verständnis zwischen verschiedenen Interessengemeinschaften in Göttingen geschafft.
Göttingen insgesamt ein bisschen GRÜNER, in jeglicher Hinsicht, gemacht.


Nur wenige wissen, dass ich eine excellente Naschkatze bin.

Platz 2: Julian Schlumberger

Geburtsjahr: 1998
Beruf: Student

Was war dein GRÜNER Moment? Wann und warum hast du entschieden, politisch aktiv zu werden?

Nach der Rede von Greta Thunberg auf der UN-Klimakonferenz 2018 in Kattowitz und ein paar Klimastreiks habe ich beschlossen politisch aktiv zu werden.


Deine drei Herzensthemen:

  • Klimagerechtigkeit
  • Queerfeminismus
  • Geflüchtetenpolitik

Göttingen in 5 Jahren: Was haben wir gemeinsam erreicht?

In der Innenstadt fahren keine Autos mehr und wir haben einen ordentlichen Schritt in Richtung Klimaneutralität gemacht. Außerdem gibt es öffentliche Toiletten ohne Geschlechtszuschreibung und mit kostenlosen Menstruationsartikeln. Als Sicherer Hafen leistet die Stadt ihren Anteil für mehr Humanität auf dem Mittelmeer.


Nur wenige wissen, dass ich ein excellenter Zuhörer bin.

Platz 3: Dagmar Sakowsky

Geburtsjahr: 1955
Beruf: Dipl.-Volkswirtin

Was war dein GRÜNER Moment? Wann und warum hast du entschieden, politisch aktiv zu werden?

...es gibt in meinem Leben viele grüne Momente, aber an einen erinnere ich mich ganz besonders. Das war 1981 als ich direkt nach meiner letzten Examensklausur zunächst völlig fertig in einen der Göttinger Busse kletterte, die Richtung Brokdorf fuhren, um dort gegen den Bau des geplanten Atomkraftwerkes zu demonstrieren. Aber dann kam dieser Moment, in dem meine Müdigkeit einfach verschwunden war:  Wir waren so unglaublich viele, der Zusammenhalt war so intensiv und in diesem Augenblick habe ich gedacht, wir können wirklich die Welt verändern.


Deine drei Herzensthemen:

  • eine Stadtentwicklung, die klimaneutral ist und in der in der ausreichend bezahlbare und gute Wohnungen in Quartieren mit viel Grün zum Spielen und Erholen entstehen
  • Erhalt und Schaffung von zukunftsfähigen und anständig bezahlten Arbeitsplätzen. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden bei der Gewerbeansiedlung, um die Flächenversiegelung zu stoppen und bestehende Gewerbegebiete grüner und ökologischer  durch standardmäßige Photovoltaik und Fassadenbegrünungen zu machen
  • eine nachhaltige und enkeltaugliche Haushaltspolitik der Stadt, die klug in Bildung für unsere Kinder und in klimafreundliche Mobilität investiert

Göttingen in 5 Jahren. Was haben wir gemeinsam erreicht?

Göttingens Schulen und Kitas sind klimaneutral saniert, digitalisiert und bieten allen kleinen und großen Menschen, die sich dort täglich aufhalten eine angenehme Atmosphäre zum Lernen und und Arbeiten. Genügend bezahlbare Wohnungen sind in grünen Quartieren wie dem Langen Reekesweg und dem Europaquartier entstanden, in denen ÖPNV, Sharing-Angebote  und Rad- und Fußwegeverbindungen so gut und bequem sind, dass nur noch wenige Menschen für ihren Alltag ein eigenes Auto benötigen. In der Innenstadt herrsch quirliges Leben, denn es wurden rund um den Markt mehr Wohnungen für Alle geschaffen. Es gibt weniger Kettenläden, dafür mehr Handwerksbetriebe und Dienstleistungen in der Innenstadt und viele inhabergeführte Geschäfte. Der Durchgangsverkehr in der Innenstadt ist Vergangenheit, der Lieferverkehr erfolgt über E-Sprinter und Lastenbikes und es ist endlich mehr Platz zum Flanieren in Göttingens Wohnzimmer. Die Life Science Branche boomt in Göttingen mit vielen neuen Arbeitsplätzen und es gibt ein florierendes Gründerzentrum für Ausgründungen aus dem Wissenschaftsbereich. Urbane Quartiere im Groner Industriegebiet sind entstanden, in denen Wohnen, Arbeiten und Freizeit in einem Quartier verwirklicht wurde.  Städtische Wohnungsbau, Wohnungsgenossenschaft und Volksheimstätte haben  die Groner Landstrasse 9 und den Hagenweg 20 aufgekauft  und saniert und stellen hier bezahlbaren und menschenwürdigen Wohnraum in diesen ehemaligen Schrottimmobilien zur Verfügung. Und die Göttinger Busflotte ist klimaneutral und digital optimal vernetzt mit regionalen Bussen und Bahnen.


Nur wenige wissen, dass ich an keinem Buchladen vorbei gehen; kann stundenlang in Cafés sitzen und die Welt um mich herum beobachten; buddele in meinem Garten mit den Wühlmäusen um die Wette; fange mal mit mehr mal mit weniger Glück mit der Kamera Stimmungen bei Menschen und Landschaften ein und habe während der Corona-Zeit Backen gelernt. Und natürlich bin ich eine begeisterte Radlerin.

Platz 4: Julian Arends

Geburtsjahr: 1978
Beruf: Student

Was war dein GRÜNER Moment? Wann und warum hast du entschieden, politisch aktiv zu werden?

Mein GRÜNER Moment war die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, diese Katastrophe hat mich geprägt und mein Interesse geweckt, wie politische Verhältnisse verändert werden können. Dieses Ereignis hatte mich politisiert und mich früh an GRÜNE Ideen und an die GRÜNE Partei gebunden. Später, nach einer Zeit der Mitarbeit ohne Parteimitgliedschaft, habe ich mich dann 2014 entschieden, in die Partei einzutreten und aktiv Politik mitzugestalten.


Deine drei Herzensthemen:

  • Umweltpolitik
  • Stadtentwicklung
  • Wirtschaftpolitik

Göttingen in 5 Jahren: Was haben wir gemeinsam erreicht?

Göttingen wird nachhaltiger, lebenswerter und einzigartigartiger sein.
Ich hoffe, dass Göttingen in 5 Jahren u. a. Vorbildkommune für gelungene Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnamen sind und dass es endlich lohnenswerter für die Bürger*innen ist, in Solartechnik zu investieren, mit hoffentlich viel Rückenwind einer Grün-geführten Bundesregierung.
Unser soziales Zentrum und Marktplatz, die Innenstadt, ist dann gut integriert in alternativen Erreichbarkeits- und Logistikkonzepten und mit guten Rahmenbedingungen ausgestattet, um einen Beitrag dazu zu leisten, unsere Innenstadt mit ihren einzigartigen Seitenstraßen noch belebter und attraktiver zu gestalten.
Bürger*innenräte können dann eine wichtige Instanz darstellen, um niederschwellig-partizipativ mitzugestalten und so unsere politische Landschaft zu bereichern.
Bei dieser Kommunalwahl geht es für Göttingen um eine Richtungsentscheidung.
Ein Blick in unser Wahlprogramm lohnt sich und verrät: Wir haben viel vor!


Nur wenige wissen, dass ich ein excellenter Spätaufsteher bin!