Platz 1: Sabine Morgenroth

Geburtsjahr:1957
Beruf: Geschäftsführerin

Was war dein GRÜNER Moment? Wann und warum hast du entschieden, politisch aktiv zu werden?

Seit 1979 lebe ich in Göttingen und bin Diplom-Mathematikerin. Während meiner Diplomarbeit Anfang der 80-iger Jahre wurde ich der Tatsache gewahr, dass wir damals mittelbar an Rüstungsforschung beteiligt waren. Deshalb bin ich seinerzeit in der Friedens- und Anti-Atom-Bewegung aktiv geworden. Seitdem setze ich mich für die Energiewende ein - zunächst außerparlamentarisch und seit 2005 im Rat der Stadt Göttingen. Verstärkt wurde mein Engagement 1986 durch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. 2006 habe ich zusammen mit anderen zusammen eine Bürger*innen-Energiegesellschaft, die Erneuerbare Energien Göttingen (EE-Goe) – GmbH & Co. KG, gegründet und mit ihr seitdem PV-Anlagen auf stadteigenen Dächern, auf  Dächern der Städtischen Wohnungsbau GmbH Göttingen und des Kinderhaus Göttingen e.V. errichtet.

Meine Motivation für mein Engagement war und ist immer dieselbe: Die Bewahrung der Schöpfung zum Wohl unserer Kinder und Enkelkinder. Und dazu gehört auch, die Vielfalt und Würde aller Menschen zu achten und anzuerkennen. Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen!


Deine drei Herzensthemen:

  • Klimaschutz
  • Energie- & Verkehrwende
  • Inklusion

Göttingen in 5 Jahren: Was haben wir erreicht?

  • Nicht zuletzt durch eine interkommunale Vernetzungsstruktur sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene so verändert, dass hier vor Ort die Energiewende und der Klimaplan Göttingen 2030 sehr viel schneller umgesetzt werden können.
  • Klimaschutz ist zur kommunalen Pflichtaufgabe geworden.
  • Göttingen ist auf dem Weg zur Solarstadt durch den massiven Ausbau von PV auf Dächern und an Fassaden, den Aufbau der PV-Anlage auf der ehemaligen Mülldeponie Lappenberg, Mieterstrom-Modelle im Geschoss-Wohnungsbau und ein Agro-PV-Modellprojekt.
  • Die Stadtwerke AG ist Grundversorger.
  • Der Grüngürtel in Geismar ist abgeschlossen, die GrünRäume West und Nord sind begonnen.
  • Die Innenstadt ist ein schöner Ort der Begegnung ohne Lärm und Abgase.
  • Die Innenstadtlogistik ist etabliert.
  • Der Betriebshof der GöVB hat einen neuen innenstadtnahen Standort bekommen und ist Göttingens Mobilitätszentrale.
  • Die systematischen baulichen Voraussetzungen für ein barrierefreies Göttingen sind im Hochbau (sowohl im Neubau als auch im Altbestand), im Tiefbau und bei der Gestaltung des öffentlichen Grünraumes geschaffen. 

    Platz 2: Cornelius Hantscher

    Geburtsjahr: 1982
    Beruf: Kulturanthropologe, EP-Regionalassistent

    Was war dein GRÜNER Moment? Wann und warum hast du entschieden, politisch aktiv zu werden?

    Nach den gescheiterten Koalitionsverhandlungen im Herbst 2017 lief bei mir der letzte Tropfen über. Nach jahrelanger Kommentierung der Politik von der Seitenlinie wollte ich mich einmischen. Mich hat die klare, pragmatische Haltung und progressive Zukunftsorientierung der grünen Verhandlungsgruppe beeindruckt. Dazu musste ich Flagge bekennen und bin GRÜN beigetreten. Dieser Eindruck wurde durch die großartigen Menschen, die ich seitdem durch die aktive, politische Arbeit kennenlernen durfte, sehr oft bestätigt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.


    Deine drei Herzensthemen:

    • Familienpolitik
    • Gesundheitspolitik
    • Arbeitsmarktpolitik

    Göttingen in 5 Jahren: Was haben wir gemeinsam erreicht?

    Unsere Stadt ist solidarischer und gerechter: Es gibt mehr Grün in allen Stadtteilen für Begegnungen, Spielen und Engagieren. Messbar durch vielfältiges, bürgerschaftliches Engagement aller Milieus und Gruppen.


    Bur wenige wissen, dass ich ein excellenter Gin-Tonic-Mixer bin.

    Platz 3: Gregor Kreuzer

    Geburtsjahr: 1996
    Beruf: Studentischer Mitarbeiter, Wahlkreis- und Regionalbüro Jürgen Trittin

    Was war dein GRÜNER Moment? Wann und warum hast du entschieden, politisch aktiv zu werden?

    Ich war schon lange politisch, bevor ich zu den Grünen gekommen bin. Meine Eltern sind nach der Wende in den Westen gezogen und haben mir viel über Freiheit und Demokratie beigebracht. Dadurch wurden mir die Diskrepanzen zwischen demokratischen Anspruch und der realen Situation klar: Viele Gruppen, die wichtige Anliegen haben, werden systematisch von Machtpositionen ferngehalten. Vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe müssen sich ganz besonders Jugendliche eine Stimme verschaffen und ihr Recht auf eine sichere Zukunft in der politischen Auseinandersetzung einfordern. Das war meine Grundmotivation, mit der ich 2016 bei den Grünen eingetreten bin.


    Deine drei Herzensthemen:

    • Demokratie
    • Rechtstaatlichkeit
    • Klimaschutz

    Göttingen in 5 Jahren: Was haben wir gemeinsam erreicht?

    Wir werden mit der Oberbürgermeisterin Doreen Fragel und unserer Fraktion die Weichen für ein klimaneutrales Göttingen bis 2030 gestellt haben. Der Mietspiegel wird nun erhoben und gibt uns ein wichtiges Instrument, um die Mieten in Göttingen zu begrenzen. Wir werden die Bedingungen für Clubs, Bars und Außengastronomie verbessert haben - und damit dem Clubsterben entgegenwirken und vielleicht sogar die ein oder andere Neugründung anregen. Außerdem wird es in Göttingen ein Cannabismodellprojekt geben - für eine bessere und jugendschutzkonforme Drogenpolitik, die unsere Behörden entlastet und den städtischen Haushalt stärkt.


    Nur wenige wissen, dass ich ein excellenter Super-Mario-Kart-Spieler bin ;)