
13.05.26 –
Das Interesse an der zweiten Ausgabe der Reihe „Göttingen, rede mit!“ am gestrigen Abend im Holbornschen Haus war enorm, der Saal ausgelastet. Im Mittelpunkt des Bürgerdialogs standen diesmal Kulturpolitik und die Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe. Die Veranstaltung war geprägt von einem offenen Austausch und zahlreichen neuen Impulsen aus Kultur, Quartiersarbeit und Zivilgesellschaft.
Oberbürgermeisterkandidatin Onyeka Oshionwu diskutierte im ersten Teil der Veranstaltung gemeinsam mit Vertretenden aus Kultur, Sozialarbeit und Stadtgesellschaft über eine vielfältige Kulturlandschaft, gesellschaftliche Begegnungsorte und den Abbau bestehender Barrieren.
Dazu erklärt sie: "Göttingen ist Kulturstadt. Eine vielfältige Stadt braucht starke Kulturstätten und Begegnungsorte für alle Generationen und unabhängig vom Geldbeutel! Kultur schafft Begegnung, verhindert Einsamkeit und hält unsere Stadtgesellschaft zusammen. Die Beiträge und Gespräche heute haben eindrucksvoll gezeigt, wie viele gute Ideen und wie viel Engagement schon in unserer Stadtgesellschaft steckt. Die Politik darf dieses Engagement nicht ausbremsen, sondern muss Initiativen unterstützen, Räume ermöglichen und gesellschaftliche Teilhabe aktiv fördern.“
Diskutiert wurden mit den Bürger*innen im zweiten Teil der Veranstaltung unter anderem die Situation freier Kulturschaffender, kulturelle Bildung, Inklusionsarbeit sowie fehlende Räume für junge und alternative Kulturformate. Göttingen ist eine Stadt, die vor allem Menschen unter 30 prägen, es ist dringend geboten mehr Freiräume für diese Menschen zu schaffen. Mehrere Teilnehmende forderten den Erhalt bestehender Kulturorte wie des Hauses der Kulturen sowie mehr Unterstützung für selbstorganisierte Projekte. Thematisiert wurden außerdem konkrete kommunalpolitische Ansätze: Eine bezahlbare Nutzung der Stadthalle für alle Kultureinrichtungen, ein lokaler Familienpass nach Vorbild anderer Städte sowie schnellere Verwaltungsverfahren bei Unterstützungsleistungen für Familien und Schüler*innen. Auch Barrierefreiheit spielte eine zentrale Rolle, etwa in Form des Zugangs und der Erreichbarkeit von Kultureinrichtungen, digitaler Übertitel-Lösungen für Theateraufführungen, dem Wunsch nach mehr Audiodeskription, sowie einfacher Sprache in Kultureinrichtungen. Positiv hervorgehoben wurde die enge Zusammenarbeit vieler Göttinger Kulturakteur*innen – unter anderem im Verein Kunst e.V. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es mehr Räume, bessere Vernetzung und verlässliche Förderstrukturen braucht, wofür ein zentrales Fördermittelmanagement durch die Stadt unerlässlich ist.
Mit der Reihe „Göttingen, rede mit!“ versteht Oshionwu ihren Wahlkampf als offenen Beteiligungsprozess.
Weitere Bürgerdialoge zu unterschiedlichen Themenfeldern folgen in den kommenden Wochen.
Weitere Informationen und Termine finden Sie unter: www.onyeka-oshionwu.de
Bild: Jürgen Bartz
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