Endlich: Haustarif für die GAB auf den Weg gebracht!

04.10.22

Er war längst überfällig und nun endlich soll er kommen: Die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen, kurz GAB, soll einen Haustarifvertrag bekommen, beschloss die GAB-Gesellschaftsversammlung. Klaudia Hanisch, Mitglied der Kreistagsfraktion und Gesellschafterin der GAB begrüßt die Entscheidung der Gesellschaftsversammlung: „Der Beschluss der GAB-Gesellschaftsversammlung, einen Haustarifvertrag auf den Weg zu bringen, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Es ist geplant, dass die Vorschläge für Entgeltgruppen sowie erste Grundlagen für einen Haustarifvertrag im Spätherbst mit dem Betriebsrat besprochen werden. Im Anschluss daran wird die Verhandlung mit der Vertragspartei – mit der Gewerkschaft ver.di – geführt. Die Gehälter sollen dann an die branchenüblichen Summen angepasst werden. Weiter ist geplant, dass Erfahrungsstufen eingeführt werden, was den Beschäftigten eine mittelfristige bis langfristige Perspektive gibt.

Die GAB wurde im Jahr 2000 in Duderstadt als gemeinnütziger Bildungsträger gegründet. Seit 2015 ist sie jedoch eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Landkreises Göttingen und arbeitet fast ausschließlich für den Landkreis. Mittlerweile zählt die GAB mehr als 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an vier Standorten im Landkreis Göttingen. Diese beraten, qualifizieren und begleiten Menschen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Die GAB betreibt zudem Geflüchtetenunterkünfte im Landkreis Göttingen.

Hanisch erklärt weiter: „Die GAB arbeitet in einem besonders sensiblen Bereich. Als Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen sind wir davon überzeugt, dass die GAB-Beschäftigten für einen wertschätzenden Umgang mit Arbeitssuchenden und Geflüchteten eine würdige und gerechte Bezahlung, Sicherheit und Perspektive benötigen.“

Nur so sei es möglich, die Kapazitäten, die es braucht, um auf die individuellen Bedürfnisse von Menschen einzugehen, auch zu gewährleisten. Arbeitsförderung müsse auf Augenhöhe stattfinden, so Hanisch: „Doch der soziale Sektor ist chronisch unterfinanziert, was sich potenziell negativ auf die Qualität der Arbeit auswirkt. Es bleibt weiterhin eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit, hier entsprechend und ordentlich nachzujustieren. Besonders in Krisenzeiten gewinnt der Bereich eine essenzielle Bedeutung, wir dürfen an dieser Stelle nicht sparen.“

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