
10.05.23 –
Cornelius Hantscher, Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration, kommentiert einen Ratsantrag der SPD-Ratsfraktion, der vorsieht, Gelder einer Göttinger Stiftung aufzustocken und mit diesen mehr Teilhabe von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen - Gelder, die noch nicht vorhanden sind:
„Wir sind sehr dafür, dass Kindern und Jugendlichen, vor allem aus finanziell schlechter gestellten Familien, mehr gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht wird. Das Vorhaben der SPD lässt uns trotzdem mit einigen Fragenzeichen zurück:
1. Das Geld, das in die Stiftung fließen soll, gibt es noch nicht, da es unter anderem aus den Einnahmen der Erzeugung erneuerbarer Energien in städtischem Besitz kommen soll.
2. Sind diese Einnahmen in ein paar Jahren da, sollen sie, so sehen es bislang alle Konzepte der Stadtverwaltung vor, über die Stadtwerke den Ortsteilen zukommen. Diese planen die Gewinne teilweise bereits ein.
3. Die aufgestockten Stiftungsmittel sollen über Schulen zur Verfügung gestellt werden. Das Erkennen einer besonderen Herausforderung, die Beantragung der Mittel und sämtliche damit zusammenhängende Bürokratie lagern wir also an eine Stelle aus, die sowieso schon maximal belastet ist.
Und 4. Diese Idee zeugt von Unkenntnis der Situation der Menschen, denen geholfen werden soll. Die Offenbarung von Armut ist ein diskriminierender Akt und der Umweg über Anträge bei einer Stiftung erweitert diesen nur noch.
Denkbar wäre also, mit den Ortsteilen sozialräumliche Konzepte zu erarbeiten, in denen Einnahmen aus erneuerbaren Energien vorrangig Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen. Ohne ein vernünftiges Konzept und wirklich umsetzbare Ideen, kommen wir unserem gemeinsamen Ziel, keinen Schritt näher. Mehr Geld hilft immer, nur dann bitte in die Kanäle, die tatsächlich Änderungen bewirken können."
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