Grüner Stadtvorstand enttäuscht über neue Mehrheitsverhältnisse im AStA

20.01.18 –

Nach den Wahlen für das Studierendenparlament der Universität Göttingen scheitert eine Neuauflage der Zusammenarbeit von JuSo-Hochschulgruppe, Grüner Hochschulgruppe, ALL, Die Partei, Die Liste und Nerdcampus an nur einem einzigen Sitz. Der AStA hat im letzten Jahr engagiert wichtige Projekte im Bereich Antirassismus und Nachhaltigkeit durchgesetzt. Dazu Konstantin Mallach, Mitglied des Grünen Stadtvorstands: "Es steht in den Sternen, wie ein neuer AStA unter den veränderten Mehrheitsverhältnissen an die letzte Legislatur anknüpfen kann. Die im bisherigen AStA beteiligten progressiven Fraktionen unterstützten das selbstbestimmte Lernen und konnten die Anwesenheitspflicht weitestgehend zu einem Relikt der Vergangenheit machen. Die Hochschulgruppen engagierten sich glaubwürdig für ein offenes und inklusives Studium. So setzten sie mit dem kostenlosen 'festival contre le racisme' ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung - ein wichtiger Impuls in einer weltoffenen Universitätsstadt wie Göttingen. Es ist nun zu befürchten, dass solche Veranstaltungen nicht in gleichem Maße weitergeführt werden."

Hoch anzurechnen ist dem bisherigen AStA auch die Einrichtung eines Referates für Ökologie und Nachhaltigkeit, in dem sich auch Studierende ehrenamtlich einbringen können. Der AStA trug mit zwei Veranstaltungen zu den Klimaschutztagen in Göttingen im November 2017 bei und setzte sich für die universitätsweite Umstellung auf Recyclingpapier ein. Wichtig war auch die Unterstützung für die Initiative "Fossil Free". Diese studentische Initiative fordert die Universität Göttingen zum Abzug von Finanzinvestitionen im Bereich der fossilen Brennstoffe auf, um so auch mit der Stadt Göttingen gleichzuziehen, die bereits im Mai 2017 nachhaltige Anlagekriterien definiert hat.

Mallach betont: "Nachdem die Stadt Göttingen bereits nicht mehr in fossile Energieträger investiert, wäre der nächste Schritt, dass die Uni Göttingen ebenfalls dieses Divestment betreibt. Eine ökologische Ausrichtung der Uni liegt uns sehr am Herzen. Gerne hätten wir daher einen AStA gesehen, in dem die Grüne Hochschulgruppe die stärkste Fraktion stellt. Mit Gruppierungen wie dem RCDS ist wohl eher ein politischer Rollback zu erwarten."

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