
07.03.16 –
"Zuflucht suchende Frauen und Mädchen verdienen unseren besonderen Schutz", erinnert Suse Stobbe vom Stadtvorstand der GRÜNEN Göttingen. "Auch in Göttingen kommt es mittlerweile dazu, dass Ehemänner ihre Frauen in Gemeinschaftsunterkünften in die Zimmer einschließen. Das wollen wir nicht hinnehmen. Daher fordern wir die Verwaltung auf, gemäß ihres Ratsauftrags vom 13. November 2015 zu handeln." Interfraktionell hatte der Rat beschlossen: „Keine Toleranz für Männergewalt an Frauen in Göttingen. In Göttingen soll ein Klima geschaffen werden, in dem Gewalt an Frauen und Mädchen geächtet wird.“
Katharina Jacobi, Göttinger Mitglied im GRÜNEN Bundesfrauenrat, ergänzt: "Wir zollen den Mädchen und Frauen, die ihr Fluchtweg bis nach Göttingen geführt hat, Anerkennung und Respekt. Es ist unsere Aufgabe, sie hier vor Gewalt zu schützen, sodass ihre Wunden heilen und sie hier Fuß fassen können." Damit wenden sich die GRÜNEN gegen den Beschluss der Bundesregierung, den im Asylpaket II angedachten Gewaltschutz für Frauen und Mädchen nicht einzuführen.
Stobbe führt aus: "Hier wurde nicht nur eine Chance vertan. Das ist ein glatter Verstoß gegen die EU-Aufnahmerichtlinie."
Jacobi: "Was wir brauchen ist eine gendersensible Unterbringung, frühzeitige Integrationskurse für beiderlei Geschlecht, eine nachhaltige Finanzierung von Frauenhäusern, eine ausreichende Anzahl an qualifizierten Sprachmittlerinnen und im Umgang mit Gewaltopfern qualifizierte Flüchtlingshelfer*innen."
Weiterhin fordern die GRÜNEN, den Familiennachzug wieder zuzulassen und erinnern daran, dass vom Aussetzen des Familiennachzugs insbesondere Frauen und Kinder betroffen sind.
Kontakt:
Suse Stobbe: suse.stobbe@gruene-goettingen.de
Katharina Jacobi: katharina.jacobi@gruene-goettingen.de
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