

11.02.25 –
In der kommenden Ratssitzung bringt die Grüne Ratsfraktion einen Antrag ein, um der zunehmenden häuslichen Gewalt in Göttingen entgegenzuwirken. Seit 2020 wurden in der Stadt mindestens vier Frauen von Männer im häuslichen Umfeld ermordet. Diese Femizide sind die tragische Spitze eines besorgniserregenden Trends wachsender Gewalt gegen Frauen.
"Häusliche Gewalt, insbesondere gegen Frauen, ist ein Problem. Der Polizei in Göttingen wurden im Jahr 2023 780 Fälle von Gewalt in (Ex-)Beziehungen gemeldet - eine Zahl, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, da viele Betroffene aus Angst, Scham und Selbstvorwürfen nicht über ihre Erlebnisse sprechen und deshalb keine Hilfe suchen," erklärt Onyeka Oshionwu, Bürgermeisterin der grünen Ratsfraktion.
"Menschen, die von partnerschaftlicher Gewalt betroffen sind, brauchen dringend strukturelle Unterstützung. Die aktuelle Situation ist äußerst prekär. Der Verein Gewaltfrei in die Zukunft e.V. hat eine App entwickelt, die einen niedrigschwelligen Einstieg zur Selbsthilfe bietet. Zudem ermöglicht sie eine geschützte Dokumentation der erlebten Gewalt. Zum Schutz der Betroffenen wird die App nicht öffentlich verbreitet. Mit unserem Antrag wollen wir erreichen, dass auch Menschen in Göttingen frühestmöglich Zugang zu dieser wichtigen Hilfe erhalten," ergänzt Leonie Engelbert, Mitglied der grünen Ratsfraktion.
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