19.03.2020

#LeaveNoOneBehind - GRÜNE Göttingen schließen sich Forderungen nach Evakuierung der Flüchtlingslager an den europäischen Außengrenzen an

Die Corona-Krise hat Europa im Griff, zwingt die Regierungen zu drastischen Maßnahmen und stellt die europäische Gesellschaft vor die große Herausforderung, bestmöglichen Schutz zu gewährleisten und dabei trotzdem die Solidarität hochzuhalten. Eine breite Bewegung fordert nun, dabei die Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen nicht ihrem Schicksal zu überlassen, sondern auch ihnen bestmöglichen Schutz vor dem Virus zu gewährleisten.

"Das Virus betrifft alle, aber nicht gleichermaßen. Besonders gefährdet sind Risikogruppen wie alte Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen oder Behinderungen - und alle jene ohne ausreichenden Zugang zu Hygienemaßnahmen und Krankenversorgung. Darunter fallen arme Menschen, Obdachlose und auch die Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen, die dort schon lange unter unzumutbaren Bedingungen ausharren. Auf den griechischen Inseln droht sich eine humanitäre Katastrophe zu entwickeln: In den Flüchtlingscamps leben derzeit tausende Menschen auf engem Raum, ohne dass die Kapazitäten dafür ausreichen. Die Verbreitung des Corona-Virus wäre dort fatal. Gerade in dieser Situation dürfen die Menschen nicht alleine gelassen werden!", so Lena Pohlmann aus dem Stadtvorstand der Göttinger GRÜNEN.

"Wir schließen uns der Forderung an: #LeaveNoOneBehind! Auch aus Göttingen muss Druck auf die europäischen Regierungen und die EU-Kommission ausgeübt werden, die Lager sofort zu evakuieren. Hygiene- und Schutzmaßnahmen sowie medizinische Versorgung müssen für alle Menschen zugänglich sein, egal welche Nationalität oder welchen Aufenthaltsstatus sie besitzen. Hier vor Ort sollten Geflüchtete aus den großen Unterkünften in freien Kapazitäten in Hotels, Ferienwohnungen etc. untergebracht werden. Außerdem sollte die Stadt Göttingen einen sofortigen Abschiebestopp verfügen. Diese Maßnahmen wären nicht nur dem Infektionsschutz dienlich sondern gerade in der aktuellen Situation menschlich angebracht", bekräftigt Pippa Schneider aus dem Kreisvorstand.

"Wir beobachten gerade bemerkenswerte Solidaritätsbewegungen hier vor Ort in Göttingen und überall auf lokaler Ebene. Die gegenseitige Unterstützung und die Hilfe für Menschen, die zu Risikogruppen gehören, sind enorm wichtig. Dieses Engagement verdient große Anerkennung! Aber auch in dieser Krise darf Solidarität nicht an nationalen Grenzen aufhören. Wir haben Platz für Menschlichkeit, auch in Deutschland, auch in Göttingen. Der Dringlichkeitsantrag, sofort Geflüchtete von der griechisch-türkischen Grenze nach Göttingen zu holen, konnte aufgrund von Corona-Schutzmaßnahmen im Rat nicht abgestimmt werden. Er wird dadurch aber nicht weniger dringend. Die europäischen Staaten müssen schnell und gemeinsam handeln und die Menschen aus den Lagern holen", fordert Ronja Demel aus dem GRÜNEN Stadtvorstand.

 

Link zur Petition der Bewegung: www.leavenoonebehind.de

 

Kontakt:

Lena Pohlmann, Stadtvorstand, lena.pohlmann(at)gruene-goettingen.de
Ronja Demel, Stadtvorstand, ronja.demel(at)gruene-goettingen.de
Pippa Schneider, Kreisvorstand, pippa.schneider(at)gruene-goettingen.de

 

 

URL:http://www.gruene-goettingen.de/kontakt/newsdarstellung/article/leavenoonebehind_gruene_goettingen_schliessen_sich_forderungen_nach_evakuierung_der_fluechtlingslager_an_den_europaeischen_aussengrenzen_an/