22.11.2018

GRÜNE aus Stadt und Kreis setzen sich für von Gewalt betroffene Frauen ein

„Für uns im Landkreis Göttingen,“ so die Kreisvorstandssprecherin von B90/GRÜNE Viola von Cramon „ist es wichtig, dass wir mit der Wiedereröffnung des Frauenhauses in Osterode endlich wieder eine dauerhafte Anlaufstelle für Frauen anbieten könnten, die unter häuslicher Gewalt leiden. Hilfsangebote und Unterstützungen für Frauen sind kein Luxus und keine freiwillige Leistung in der Kommunalpolitik, sondern ein entscheidender Faktor für den angemessenen Schutz von Frauen.“

Zoe Limberg, Mitglied des Stadtvorstandes, ergänzt: „Der 25.11 ist für uns auch ein Tag um die Stimme für Frauen zu erheben, die in anderen Teilen der Erde unter struktureller Gewaltausübung durch ihre Partner und ihrer Umgebung leiden. Verstümmelungen von weiblichen Genitalien und das schmerzvolle Unterbinden der Entwicklung von sekundären Geschlechtsmerkmalen gehören in manchen Teilen der Erde noch zu regelmäßigen Eingriffen in das körperliche Selbstbestimmungsrecht von Mädchen und Frauen. Wir stehen solidarisch mit ihren Kämpfen.“ Daher unterstützen die GRÜNEN vor Ort das Göttinger Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung.

Ina Jacobi, Göttinger Delegierte im GRÜNEN Bundesfrauenrat: „Auf allen Ebenen fordern wir GRÜNE immer wieder den Ausbau der Hilfs- und Beratungsangebote für von Gewalt betroffenen Frauen. Die Aktion ‚Wir brechen das Schweigen‘ der Bundesfamilienministerin im Rahmen des Hilfstelefons ‚Gewalt gegen Frauen‘ setzt  hier das richtige Zeichen. Daher werden sich sicher viele Frauen aus Göttingen daran beteiligen.“ Dieses ist im Rahmen der Aktion des Frauenforums am Freitag, den 23.11. von 11-14 Uhr am Neuen Rathaus in Göttingen möglich. Um 13 Uhr werden dort gemeinsam von Oberbürgermeister Köhler und der Ersten Kreisrätin Christel Wemheuer (GRÜNE) die Fahnen „frei Leben ohne Gewalt“ gehisst.

Auch am GRÜNEN Zentrum in der Wendenstraße sollen die Fahnen gehisst werden. „Aber das allein wird nicht reichen, wir müssen dafür kämpfen, dass der Schutz von Frauen nicht nur an einem Tag im Jahr absolute Priorität haben muss und der Lebensalltag von Frauen weltweit ohne Angst vor Gewalt möglich ist,“ so die GRÜNEN Frauen abschließend.

Hintergrund:

Gewalt gegen Frauen gehört weltweit zum Alltag. Und die Gewalt ist ganz verschiedenen Ursprungs. Das hat auch die Bundesfamilienministerin unlängst in einer Studie wieder feststellen müssen. Der Einsatz von Gewalt gegen Frauen gilt nicht nur fürs ferne Ausland, sondern betrifft Frauen ebenso in der Bundesrepublik Deutschland. So wurde laut Statistik 2017 fast jeden zweiten Tag eine Frau von ihrem (Ex-)Partner oder Mann getötet. Insgesamt kamen allein durch Gewalt von Partnern 147 Frauen zu Tode. Gewalt gegen Frauen zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten, keine Frau kann sich somit in Sicherheit wähnen.

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